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Naturschauspiel

Die "blaue Lava" vom Vulkan Kawah Ijen in Indonesien

Einzigartige Fotos von Flüssen aus blauer Lava, welche die Hänge eines Vulkans herab fließen und anschließend in einem türkisfarbenen See versiegen.

Es gibt viele schöne und spektakuläre Naturschauspiele auf der Erde, doch der Vulkan Kawah Ijen auf der indonesischen Insel Java, ganz in der Nähe des beliebten Touristenziels Bali, mit seiner blauen Lava ist etwas ganz besonderes. Doch auch wenn es aussieht wie blaue Lava, so fließt hier in Wirklichkeit kein Magma von den rund 2.800 Meter hohen Hängen des Vulkans herunter, sondern 538 Grad Celsius heißer Schwefel, der beim Austritt an die Oberfläche mit dem Sauerstoff reagiert und sich sofort entzündet.

Die größten Flammenausbrüche der blauen Lava schießen bis zu fünf Meter hoch in den Himmel. Ein Teil des brennendes Gases kondensiert anschließend zu flüssigem Schwefel, welche dann als blau brennende Flüssigkeit den Berg herab fließt. Gerade in der Nacht lässt sich das Naturschauspiel besonders gut beobachten: Brennende Flüsse aus anscheinend blauer Lava die sich durch das zerklüftete Vulkangestein ihren Weg ins Tal suchen und oft in einem großen See am Fuße des Vulkans versiegen.

Der Vulkan Kawah Ijen ist Teil einer Caldera, die einen Durchmesser von rund 75 Kilometern hat. Ein Zeichen für eine gewaltige Eruption, die hier damals stattgefunden haben muss.

Die "blaue Lava" ließ den größte Säuresee der Erde entstehen

Der See am Fuße des Vulkan Kawah Ijen ist rund 900 Meter lang und etwa 200 Meter tief. Der außergewöhnliche Säuresee wird auch oftmals als größtes Säurefass der Erde bezeichnet, denn er besteht aus einer Mischung aus Wasser und Schwefelsäure. Jeden Tag, Stunde für Stunde, fließen große Mengen der blauen Lava in den See und erhöhen damit stetig den Säuregehalt.

In der Region gibt es viele Alaun-, Schwefel- und Gipsvorkommen. Der Schwefel in der Nähe des Vulkans wird für gewerbliche Zwecke in einer Mine abgebaut. Der hier abgebaute Schwefel zählt zu dein reinsten Schwefelvorkommen der Erde. Jedoch kommen hier keine großen Radlader oder Bergbaumaschinen zum Einsatz. Die Minenarbeiter leisten schwerste körperliche Arbeit. Sie müssen zu Fuß durch das felsige Gelände klettern und den Schwefel in Körben auf dem Rücken abtransportieren.

1 Kommentar

Dirk Hurensohn
Ich finde den Artikel sehr Hilfreich da wir gerade im Unterricht Silentium machen kipo :D
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