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Von: Dennis L.
Für den Menschen gefährlich

Die giftige Dornfingerspinne breitet sich in Deutschland aus

Der Ammen-Dornfinger ist eine für den Menschen gefährliche, rund 1,5 Zentimeter große giftige Spinne, die in letzter Zeit vermehrt im Raum Berlin und Brandenburg gesichtet wurde. Die Giftspinne lebt normalerweise im Mittelmeerraum, siedelt sich durch die Klimaerwärmung jetzt aber auch in Deutschland an.

Die Giftspinne breitet sich in Deutschland aus.
© Lucarelli / wikipedia.org

Berlin (Deutschland). Der Ammen-Dornfinger (lat. Cheiracanthium punctorium) war bisher eher in subtropischen Zonen, wie dem Mittelmeerraum und Zentralasien beheimatet. Dank der steigenden Temperaturen siedelt sich die giftige Spinne nun aber auch in Deutschland an, wie der Naturschutzbund Deutschland Nabu berichtet.

Die rund 1,5 Zentimeter große Spinne ist nachtaktiv und ruht am Tage vorzugsweise in höheren Gräsern oder kleinen Büschen. Der Ammen-Dornfinger ist zwar nicht von Grund auf aggressiv, beißt aber sobald er sich in die Enge getrieben fühlt. Seine schwarzen spitzen Kieferklauen sind so lang, dass diese in der Lage sind T-Shirts und Hosen zu durchstoßen.

Das charakteristische Aussehen des Ammen-Dornfingers

Wie bereits erwähnt, ist der Ammen-Dornfinger etwas über einen Zentimeter groß und zählt damit schon zu den größten Spinnen Europas. Die Giftspinne ist anhand ihrer auffälligen Körperfärbung leicht zu erkennen: Der Vorderkörper ist rot- bzw. orangefarben, das Hinterteil gelb bis olivgrün.

Das Gift des Ammen-Dornfingers

Ein Biss der giftigen Spinne ist der einzige in Deutschland, der für den Menschen medizinisch relevante Folgen  hat. Das Nervengift, das die Spinne seinem Opfer injiziert, führt zu brennenden Schmerzen und Schwellungen an der betroffenen Körperstelle. Der eigentliche Biss ist mit der Intensität eines Wespenstichs zu vergleichen.

Die körperlichen Reaktionen auf das Gift des Ammen-Dornfingers sind weitreichend: Von extremen Schwellungen, über Übelkeit, Fieber und Schüttelfrost, bis hin zu Erbrechen, Lähmungen und einem Kreislaufkollaps. In seltenen Fällen kann das Gift zum Absterben von gesundem Gewebe führen. Lebensgefährlich ist das Spinnengift aber nicht. „Es sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, bei Schwindel sollte sofort ein Notarzt verständigt werden“, so die Empfehlung von Nabu. Die Folgen des Nervengifts sind nicht abschätzbar und aus diesem Grund ist ärztliche Hilfe unerlässlich. Zu erkenne ist der Spinnenbiss anhand von zwei kleinen Löchern, die etwa fünf Millimeter auseinander liegen.

Um sich vor dem Ammen-Dornfinger zu schützen, sollte hohes Gras gemieden. In Wald- und Wiesenlandschaften sollten, wenn möglich, befestigte Wege benutzt werden.

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