Von: Dennis L.
Flüssiges Wasser möglich

Planetensystem mit sieben erdähnlichen Exoplaneten entdeckt

Astronomen ist ein bedeutender Schritt gelungen: Sie haben ein Planetensystem in unserer kosmischen Nachbarschaft entdeckt, welches gleich sieben erdähnliche Planeten besitzt. Zudem liegen sechs der sieben Exoplaneten in der habitablen Zone und könnten somit flüssiges Wasser besitzen.

Trappist-System: Gleich sieben erdähnliche Planeten entdeckt.
© AFP/R. HURT/T. PYLE

Lüttich (Belgien). Das Trappist-System liegt etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die jetzt entdeckten Exoplaneten umkreisen einen sogenannten Roten Zwergstern, der wesentlich kleiner, kälter und leuchtschwächer als unsere Sonne ist. Dafür befinden sie die dazugehörigen Planeten aber auch auf engeren Umlaufbahnen – und zwar genau denen, wo Wasser im flüssigen Aggregatzustand vorhanden sein könnte.

Das Trappist-System ist den Astronomen nicht neu: Bereits im Jahr 2016 hat das selbe Team, welche jetzt vier weitere Exoplaneten entdeckt hat, die ersten drei Begleiter des Sterns detektieren können. Neuste Messmethoden bestätigen, dass alle sieben Planeten etwa die Größe der Erde besitzen und alle sieben mit hoher Wahrscheinlichkeit Gesteinsplaneten sind.

Trappist-System vs. Sonnensystem

Durch die Transitmethode konnten die Astronomen mit ihrem Teleskop in Chile und mit dem Weltraumteleskop Spitzer der NASA bestimmen, dass sechs der sieben Planeten relativ kurze Umlaufzeiten haben. Die Exoplaneten benötigen lediglich 1,5 bis 12 Tage um den Roten Zwergstern einmal zu umkreisen. Zum Vergleich zu unserem Sonnensystem befinden sich die Planeten aber auch wesentlich näher an ihrem Zentralgestirn. Da dieser aber auch erheblich kälter ist als unsere Sonne ist, könnten trotz des geringen Abstands auf drei der Planeten Ozeane existieren, schreiben die Astronomen im Fachmagazin Nature.

Nähere Untersuchungen ab 2018

Ob auf den Planeten wirklich flüssiges Wasser existiert, soll ab dem Jahr 2018 das Weltraumteleskop James Webb der NASA klären. Dies wird in der Lage sein, nicht nur Wasser, Kohlendioxid oder Methan zu detektieren, sondern auch Ozon – der eindeutige Nachweis für Photosynthese.

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