Von: Andreas S.
Weltraumtourismus

Für 1,5 Milliarden Dollar zum Mond fliegen

Ein US-Unternehmen, gegründet von ehemaligen NASA-Mitarbeitern, will zukünftig Reisen zum Mond für Privatpersonen anbieten. Das Ticket zum Mond soll rund 1,5 Milliarden Dollar, also knapp 1,16 Milliarden Euro, kosten.

So könnten Weltraumtouristen über den Mond spazieren.
© nasa.gov

Golden Spike (U.S.A.). Der Weltraumtourismus ist derzeit immer noch ein Luxus, den sich nur sehr reiche Menschen leisten können. So waren bis jetzt beispielsweise nur sieben Touristen auf der internationalen Raumstation ISS. Ein neues US-Unternehmen, gegründet von ehemaligen Mitarbeitern der amerikanischen Weltraumbehörde NASA, will zukünftig Weltraumtouristen zum Mond bringen. Der Preis für diese Reise: 1,5 Milliarden Dollar (knapp 1,16 Milliarden Euro).

Im Preis sind neben dem Astronautentraining, dem Hin- und Rückflug für zwei Personen und die Landung auf dem Mond inklusive einem Spaziergang auf der Mondoberfläche inbegriffen.

Gerry Griffin, Gründer der Golden Spike Company, war früher Flugdirektor der Apollo-Missionen. Neben ihm arbeiten zahlreiche weitere ehemaligen Experten der NASA in dem neuen Unternehmen. "Unsere Vision ist es, ein verlässliches und erschwingliches amerikanisches Transportsystem zum Mond zu schaffen", sagt Griffin. "Die Golden Spike Company ist das erste Unternehmen, welches regelmäßige Forschungsexpeditionen auf dem Mond anbieten werde - und das bereits bis zum Ende des Jahrzehnts", ergänzt Griffin.

Nach eigenen Angaben könnte das Unternehmen bereits im Jahr 2020 den ersten bemannten Touristenflug zum Mond anbieten. Jedoch ist der Termin abhängig von der Anzahl der Interessenten. Alan Stern, Präsident der Golden Spike Company erklärt, dass sich die Investitionen für den ersten Flug zum Mond auf rund sieben bis acht Milliarden Dollar belaufen. Die angegebenen Kosten für den Flug zum Mond, von 1,5 Milliarden Dollar, wäre aber nur bei einer gewissen Anfrage realisierbar.

Stern, ehemaliger Vize-Direktor für Wissenschaft bei der NASA: "Wir können bemannte Mondflüge zum Preis von unbemannten realisieren". Welche Anzahl an Buchungen jedoch zustande kommen müssen, damit sich das Tourismusprojekt rechnet, wollte Stern nicht sagen.

Eine Marktforschungsumfrage hat ergeben, dass 15 bis 25 Staaten Interesse am Angebot des US-Unternehmens haben. Nicht für private Mondflüge, sondern für Forschungsflüge. Zu den potenziellen Kunden zählen zivile Raumfahrtgesellschaften, verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

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