Von: Dennis L.
1,78 Billionen Befehle/Sekunde

Erster 1.000-Kern-Prozessor braucht nur eine AA-Batterie

US-amerikanische Forscher haben den ersten 1.000-Kern-Prozessor der Welt entwickelt. Dieser ist in der Lage 1,78 Billionen Befehle pro Sekunde auszuführen und kommt zudem mit lediglich einer AA-Batterie als Stromquelle aus.

Kilocore-Prozessor: 1000 Kerne in einem Prozessorchip
© UC Davis

Oakland (U.S.A.). Ein Forscherteam der University of California hat den weltersten Prozessor mit 1.000 Kernen entwickelt. Der bisherige Rekord lag bei einem Prozessor mit stolzen 300 Kernen in einem Mikrochip. Solche Hochleistungsprozessoren werden meist speziell für die Forschung entwickelt, nur wenige wurden an Privatleute verkauft, erklärt Teamchef Professor Bevan Baas.

Der neue 1.000-Kern-Prozessor macht da keine Ausnahme. Dieser soll primär für die Verschlüsselung von Daten genutzt werden. Jedoch eignet er sich auch ideal für Videobearbeitungen am Computer oder dem Auswerten komplexer wissenschaftlicher Datensätze.

Viel Leistung, geringer Stromverbrauch

In dem „Kilocore“-Prozessor sind ganze 621 Millionen Transitiren verbaut. Dadurch ist der Prozessor in der Lage bis zu 1,78 Billionen Befehle pro Sekunde auszuführen. Zudem besitzt der Chip eine Taktrate von 1,78 GHz. Damit ist der 1.000-Kern-Prozessor der Schnellste, der jemals an einer Universität entwickelt wurde.

Neben den 1.000 Kernen besitzt der Prozessor noch eine weitere Besonderheit. Jeder der 1.000 Kerne ist einzeln aktiv. Damit können Anwendungen nicht nur in diverse kleine Teile zerlegt und parallel bearbeitet werden, es ermöglicht auch den extrem geringen Stromverbrauch von nur 0,7 Watt. Nicht genutzte Kerne können einfach abgeschaltet werden, so dass dem 1.000-Kern-Prozessor eine herkömmliche AA-Batterie als Stromquelle ausreicht. Diese Eigenschaft macht den „Kilocore“-Prozessor rund 100 Mal effizienter als einen modernen Laptop-Prozessor.

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