Von: Dennis L.
Nudeln sind keine Dickmacher

Abnehmen: Nudeln machen doch nicht dick

Eine gute Nachricht für alle Pastafans: Die verpönten Teigwaren, die früher als Dickmacher galten, sind viel besser als ihr Ruf. Zumindest kommt ein Team von italienischen Forschern zu diesem Ergebnis.

Irrglaube: Nudeln machen nicht dick - im Gegenteil.
© Michaela Schmidt-Meier / pixelio.de

Pozilli (Italien). Die Auswertung der Studie erfolgte aus zwei Bevölkerungsstudien. Anders wie erwartet haben Menschen, die gerne Pasta essen nicht unbedingt ein größeres Risiko, an Übergewicht zu leiden. In Sachen Körpermaß schnitten sie sogar noch besser ab, als Menschen, die keine Pasta verzehren.

Egal ob Penne, Tagliatelle, Spaghetti oder Farfalle: Nudeln sind auf der Speisekarte kaum noch wegzudenken. Die Teigwaren sind nicht nur bei Kindern sehr beliebt, obwohl sie schon lange mit einem schlechten Image zu kämpfen haben. Pasta soll zwar glücklich machen, aber auch zu viele Kalorien haben und dick machen.

Natürlich haben Nudeln viele Kohlenhydrate und Kalorien. Deshalb werden sie bei vielen Diäten konsequent vermieden. Aber ist das richtig? Die italienischen Wissenschaftler George Pounis vom Istituto Neurologico Mediterraneo Neuromed in Pozilli und seine Kollegen sind dieser Frage nachgegangen. Sie haben den wichtigsten Bestandteil der Nudeln auf sein Potenzial als Dickmacher untersucht.

Der Pasta-Konsum wurde etwas genauer unter die Lupe genommen

Wie die Forscher im Fachmagazin Nature schreiben, stützten sie sich für ihre Analyse auf zwei große epidemiologische Studien. Bei den Untersuchungen standen mehr als 23.000 Testpersonen im Fokus, um die Essgewohnheiten und den Gesundheitszustand zu ermitteln. Pounis und seine Kollegen ermittelten mit Hilfe von Datensätzen den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Pasta und den Körpermaßen (Body-Mass-Index). Auch der Hüftumfang und die Häufigkeit von Adipositas und Übergewicht wurden untersucht.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass es viele Belege dafür gibt, dass sich eine mediterrane Ernährung sehr positiv auf das Körpergewicht auswirkt. Bisher hatte noch niemand untersucht, in weit Nudeln eine Rolle hierbei spielen.

Pasta steht in keinem Zusammenhang mit Übergewicht

Pasta-Liebhaber werden sich über das Ergebnis der Auswertungen freuen. In keiner der Studien kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass ein ausgeprägter Verzehr von Nudeln zum Übergewicht führt, sondern genau das Gegenteil der Fall ist. Als die Forscher bestimmte Verzerrungen bei den Daten herausgerechnet haben, zeigte sich eine negative Korrelation: Umso mehr Nudeln von einem Probanden verzehrt wurden, umso besser schnitten sie im Bereich BMI, Taille-Hüft-Verhältnis und Hüftumfang ab.

Außerdem gibt es Bevölkerungsgruppen, die viele Nudeln konsumieren. In den wenigsten Fällen wurde Fettleibigkeit oder Übergewicht diagnostiziert. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass aufgrund ihrer Forschung die Streichung von Pasta aus dem Speiseplan nicht der richtige Weg ist, um abzunehmen.

Vielfalt ist wichtig

Die Ergebnisse sollen jetzt kein Freifahrtschein für ein hemmungsloses Nudelschlemmen sein. Auch in diesem Fall kommt es auf das richtige Maß an. Die Daten der Studie zeigten einen wichtigen Zusammenhang an. Wie das Pounis Team berichtet, so halten sich Menschen, die öfters Pasta essen konsequenter an eine mediterrane Ernährungsweise. Das bedeutet, dass neben Pasta auch viel Reis, Olivenöl und Gemüse zu sich genommen wird.

Als Fazit sind sich die Forscher sicher, dass die Mittelmeerküche mit ihren Komponenten inklusive der Pasta gut für die Gesundheit ist. Vorausgesetzt, man achtet auf einen vielfältigen Ernährungsplan und isst sehr moderat. Pasta ist ein fundamentaler Bestandteil aus der italienischen Küche und es gibt keinen Grund, auf den Genuss zu verzichten.

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