Von: Dennis L.
Nur noch 25.000 Tiere

Dramatischer Rückgang der afrikanischen Waldelefanten

US-amerikanische Forscher gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Waldelefanten in Gabun seit dem Jahr 2004 auf nur noch 25.000 Tiere verringert hat.

Waldelefanten: Massiver Rückgang seit 2004.
© dsg-photo.com / wikipedia.org

Durham (U.S.A.). Erst im Jahr 2001 wurde der in Zentralafrika lebende Waldelefant neben dem Afrikanischen Elefanten und dem Indischen Elefanten als eigene Art anerkannt. Zu Beginn schätze man die Population der kleinen Waldelefanten noch auf etwa 100.000 Tiere, heute vermuten John Poulsen und seine Kollegen von der Duke University in Durham einen massiven Rückgang der Elefanten. Als Beleg stützen sich die Zoologen auf Dunganalysen, die sie in den Schutzgebieten Gabuns gezählt haben. Wie sie im Fachmagazin Current Biology berichten, bereiten ihnen die Zahlen große Sorgen, denn selbst großzügige Schätzen kommen lediglich auf nur noch 25.000 Elefanten.

Wilderer tragen eine Mitschuld

Die Forscher geben den illegalen Wilderern aus dem angrenzenden Kamerun eine Mitschuld am Rückgang des Bestands, denn immer noch wird das Elfenbein der Elefanten mit hohen Summen gehandelt. Aber welche weiteren Ursachen die niedrigen Bestandszahlen der Waldelefanten haben können, darüber tappen die Forscher noch im Dunklen.

Der Rückgang ist auch aus dem Grund sehr dramatisch, da die Waldelefanten nur in diesem Bereich Zentralafrikas leben. Des Weiteren ist ein Bestand von etwa 25.000 Tieren bereits ein alarmierendes Signal, da die Waldelefanten jetzt offiziell vom Aussterben bedroht sind.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kommt allerdings gerade aus China, da dort kürzlich der Handel mit Elfenbein verboten wurde. Die Forscher hoffen dadurch, dass das Töten der Elefanten durch Wilderer zurückgehen wird.

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