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Partnerschaft

Die 5 Phasen der Liebe in einer Beziehung

Jede Beziehung ist ein sich ständig verändernder Prozess, der in der einen Partnerschaft langsamer und in der anderen schneller vollzogen wird. Dennoch durchlebt jede Liebe die selben fünf Phasen der Beziehung – sofern sie denn so lange besteht.

Der bekannte Paartherapeut Roland Weberhat hat die verschiedenen Veränderungsprozesse einer Partnerschaft in fünf Beziehungsphasen unterteilt. Ganz gleich ob wir arm oder reich, berühmt oder unbekannt sind – jede Liebe durchläuft diese fünf Phasen der Beziehung. Die ersten zwei Phasen dürften den meisten Menschen bekannt sein, aber auch wer bereits alle fünf Beziehungsphasen erlebt hat, muss deswegen noch nicht die Partnerin bzw. den Partner für das Leben gefunden haben. Leider wissen wir erst nach der fünften Beziehungsphase, ob wir mit unserem Partner unseren Seelenverwandten gefunden haben, mit dem wir für immer durch dick und dünn gehen wollen.

Der wohl größte Fehler ist es, zu glauben das die erste Phase der Verliebtheit für immer anhalten wird. Der zweitgrößte Fehler besteht darin zu glauben, dass nach dem Verliebtheitsgefühl die Liebe schwächer oder gar verschwunden sein wird. Nicht ohne Grund unterscheidet man zwischen Verliebtheit und Liebe. Mit jeder weiteren Phase wird die Liebe intensiver und erreicht eine neue und vertrautere Ebene. Gesagt sei noch, dass sich keine der Beziehungsphasen überspringen lassen. Jede Liebe durchläuft exakt diese fünf Phasen in exakt dieser Reihenfolge.

1. Die Verliebtheitsphase

Die erste Phase jeder Liebe ist die Verliebtheitsphase. In dieser Phase trägt man die sogenannte rosarote Brille, hat Schmetterlinge im Bauch und schwebt auf Wolke sieben. Unsere Partnerin bzw. unser Partner erscheint uns in dieser Phase fast vollkommen und wir erkennen keine Schattenseiten an ihr bzw. ihm. Wir sind sozusagen blind vor Liebe. Wir können das nächste Treffen kaum erwarten und überraschen unseren Partner immer wieder mit kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten.

Diese Phase ist sehr endscheidend für die spätere Stabilität der Partnerschaft, denn hier wächst das Paar zusammen.

Die Verliebtheitsphase ist nach ca. drei bis 18 Monaten vorbei – und damit oftmals auch die Partnerschaft. Viele Menschen steigen an diesem Punkt bereits aus ohne jemals zu erfahren, welche wahren Qualitäten diese Beziehung gehabt hätte.

Es ist verständlich, dass man irritiert und verunsichert ist, wenn die Schmetterlinge im Bauch auf einmal verschwinden, aber das ist der Moment, von dem man sich nicht abschrecken lassen sollte. Denn am Ende des Weges könnte eine wundervolle und tiefe Liebesbeziehung stehen.

2. Das Verliebtheitsgefühl verschwindet

In der zweiten Beziehungsphase nehmen wir die rosarote Brille ab und sehen plötzlich Eigenschaften und Verhaltensmuster, die wir zuvor an unserer Partnerin bzw. unserem Partner nicht wahrgenommen haben. In dieser Phase nehmen wir unseren Partner genauer unter die Lupe und entdecken immer mehr Eigenschaften, die uns nicht gefallen.

Sobald das Verliebtheitsgefühl verschwindet, erkennen wir immer mehr Unterschiede zwischen uns und unserem Partner. Wir fragen uns, wie wir uns haben so täuschen können. In diesem Moment sehen wir zwar noch das Verbindende, aber auch das Trennende. Kritik zu üben fällt in dieser Phase leicht und wird auch großzügig und gerne ausgeübt.

In dieser Phase trennen sich die meisten Paare. Das ist sehr schade, denn ob man wirklich gut zusammen passt, weiß man erst nach drei bis vier Jahren.

Die Beziehung kann jetzt nur noch Bestand haben, wenn sich beide bewusst machen und akzeptieren, dass es die Schmetterlinge im Bauch nie mehr geben wird. Oft glauben wir, dass es jetzt mit der Liebe vorbei sei, doch genau das Gegenteil ist der Fall: Erst wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist, beginnt die wahre Liebe. Der Grund dafür ist, dass wir erst jetzt anfangen unseren Partner so zu sehen, wie er wirklich ist. Da auch wir nicht frei von Fehlern und Macken sind, liegt die Aufgabe jetzt darin, Kompromisse eingehen zu können und unseren Partner so zu akzeptieren, wie er ist.

3. Gegensätze werden bekämpft

Die dritte Beziehungsphase ist nicht gerade besser als die Zweite. Beide überlegen, ob eine Trennung nicht vielleicht das Beste wäre. Man verstrickt sich immer wieder in Macht-, Revier- und Konkurrenzkämpfe. Keiner von beiden will klein beigeben und jeder will in dieser Phase das letzte Wort haben.

Waren wir anfangs sicher den richtigen Partner für das Leben gefunden zu haben, so sind wir uns jetzt sicher, diesmal den falschen Partner erwischt zu haben.

Am Ende dieser Beziehungsphase wartet jedoch auf beide etwas ganz wunderbares und elementar wichtiges für die zukünftige Beziehung: Beide können den Partner so akzeptieren, wie er ist. Nicht nur mit seinen Stärken – auch mit seinen Schwächen.

4. Das Ich, Du und Wir

Spätestens in der vierten Phase der Beziehung weiß man genau, wie der Andere beschaffen ist und wie er tickt. Die Machtkämpfe sind vorbei und man setzt nun die Energie für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ein.

In dieser Beziehungsphase sieht man sich zwar als Paar, man versucht aber auch genug Raum für sich selbst zu finden ohne dabei den Zusammenhalt aus dem Auge zu verlieren. Dabei die richtige Balance zu finden ist nicht immer leicht. Man versucht jetzt ein Gleichgewicht zwischen dem „Ich“, „Du“ und „Wir“ zu finden.

In dieser Beziehungsphase wächst auch wieder das Interesse an dem Partner und man lernt viele Seite seines Gegenübers neu kennen. Hier fördert man zudem die Eigenentwicklung des Partners – er ist eigenständig, gehört aber trotzdem zu mir.

5. Du bist mein Zuhause

Diese Phase, die fünfte und letzte Phase der Liebe, ist die schönste, tiefste und vertrauteste Beziehungsphase. Wer hier angekommen ist, kann ohne Masken, Projektionen und Täuschungen von wahrer Liebe sprechen. Leider wird diese wunderschöne Phase heute immer seltener erreicht. Immer häufiger trennen sich Paare in den ersten drei Beziehungsphasen, weil es ihnen an Verständnis und Akzeptanz fehlt.

In dieser Phase hat die Beziehung bereits alle Höhen und Tiefen durchlebt. Es sind viele Dinge passiert, die einen zusammengeschweißt haben. Man hat nicht nur die Stärken und Schwächen des Partner kennengelernt, sondern weiß auch damit richtig umzugehen. Man fühlt sich bei seinem Partner Zuhause.

Da jetzt alle Kämpfe beendet sind, kann die Partnerschaft verstärkt nach außen dringen. Man setzt sich beispielsweise gemeinsam für Dinge ein, findet neue gemeinsame Ziele und schenkt der Partnerschaft einen tieferen Sinn. Ab jetzt wird die Partnerschaft von individuellen Regeln geformt.

31 Kommentare

Mischka
Genau so ist es bei uns gelaufen !
Friederike
Lieber Olli,
ich glaube so wie dir geht es meinem Partner gerade. Er weiß, dass es richtig ist, läuft aber immer wieder davon. Er will sich nicht stellen, sich selbst nicht gegenübertreten. Aber ganz loslassen vermag er auch nicht. Ich glaube, dass ich ihm eine Liebe geschenkt habe, die er zuvor noch nie erfahren durfte.
Und ich hatte mir so wie du einen Partner bestellt. Er ist hammer hart, dieser Weg. Aber am Ende wartet das Schönste, was ein Mensch sich erhoffen kann.

@Alle
Ich kann nur jedem wünschen seine Ängste zu überwinden. Das ist ganz leicht, Angst braucht nur immer wieder betrachtet zu werden, dann wird sie schwächer. Mit der Liebe verhält es sich genau umgekehrt.

Alles Liebe an alle, die hier lesen und schreiben
Claudia
Hallo zusammen, ich habe vor kurzem eine Erfahrung gemacht, die gönne ich niemandem. Ich habe vor 7 Jahren nach 33 Jahren meine erste Liebe, wir waren 14 und 15, bei Facebook wiedergefunden, wir hatte ein paar Jahre nur lockeren Kontakt, er war natürlich verheiratet, ich in einer festgefahrenen 18 jährigen Beziehung, die zu nichts führte.
Letztes Jahr wurde unser Kontakt dann intensiver, wir schrieben über WhatsApp, hatten einen Abend in der Woche, der 'uns gehörte', er erzählte mir, dass er vor 7 Jahren seine Ehe beenden wollte, er sich aber dann aus verschiedenen Gründen doch entschied, sie fortzusetzen, was ihn jedoch nicht glücklich machte. Ich versuchte, ihm als Freundin ein paar Ratschläge zu geben, hab ihm gesagt, es solle mit ihr reden, jedoch lief er damit gegen Wände.
Wir trafen uns ein paar Mal, gingen spazieren, redeten, alles ganz harmlos, aber irgendwie war da schon eine Spannung zwischen uns.
Eines Nachts schrieb er mich an, dass er nicht mehr könne und Gedanken hätte, sich das Leben zu nehmen, ich konnte ihn umstimmen, worauf er sich in mich verliebte. Wir trafen uns nun heimlich, so oft es ging und im Februar sagte er mir, dass er mit mir leben will und sie nun endgültig verlässt. Bis es soweit war, musste noch einiges in die Wege geleitet werden, das gemeinsame Haus musste verkauft werden, weil sie es sich nicht hätte leisten können,und im Juni war es dann soweit, er zog mit all seinen Sachen bei mir ein, wir waren überglücklich, wollten zusammen alt werden und sogar noch heiraten, auch seine ganze Familie und einige seiner Freunde nahmen die Botschaft freudig auf, ich wurde herzlich aufgenommen. Doch dann auf einmal, nach nur 3 Wochen, sagte er mir, dass es alles zu schnell ging, er bräuchte erstmal eine Auszeit für sich allein und würde nächste Woche vorübergehend ausziehen, was er auch tat, mit all seinem Hab und Gut. Er zog zu einer Cousine, es ging uns beiden sehr schlecht, die Cousine machte sich Sorgen und rief seine Frau an, die natürlich sofort mit beiden Söhnen, 19 und 29, losraste und ihn in seiner emotionalen Schieflage überredete, zu ihr zurückzukehren, das war vor 3 Monaten, und er bereute seinen Entschluss sehr schnell, findet aber jetzt nicht mehr die Kraft, sich ein zweites Mal von ihr zu trennen, obwohl wir uns immer noch sehr lieben. Er schrieb Sachen wie Aus der Nummer komm ich nicht mehr raus, und dass er seine 'Entscheidung', in Anführungszeichen gesetzt, selbst nicht mehr nachvollziehen kann, aber er nimmt lieber ein unglückliches Leben in Kauf als sich nochmal zu trennen, manchmal redet er, als hätten die ihm eine Gehirnwäsche verpasst. Er ist ein sehr emotionaler Mensch und sieht sich als ihr Beschützer und Versorger, ziemlich oldshool eben. Sie weiß auch, dass er mich liebt, lässt ihn aber nicht los. Jetzt haben sie sich eine Wohnung eingerichtet und wir sind beide todunglücklich. Ich bin mittlerweile in psychiatrischer Behandlung, weil ich einfach nicht damit fertig werde. Die Doc hat gesagt, dass es sehr schwer, wenn nicht fast unmöglich ist, über eine Trennung in dieser Phase hinwegzukommen, ich habe nun eine riesen Angst, dass ich es nicht schaffen werde.
Bin gespannt auf eure Meinung dazu, falls jemand den 'Roman' bis zum Ende gelesen hat
Topper
Liebe Claudia,

ich habe auch gerade eine Trennung hinter mir, wo es dann "ein anderer Typ" geworden ist. Der Liebesschmerz kann wirklich gewaltig sein ... und man sollte mit so vielen Menschen wie möglich darüber reden und Tagebuch führen! Professionelle Hilfe ist natürlich auch gut.

Meine Meinung: Du kannst am Anfang vermutlich eh nicht anders, als deinem "Freund" vom Herzen heraus eine Chance zu geben. So war es bei mir auch. Du darfst aber nicht vernachlässigen, dich selber mit der Zeit zu SCHÜTZEN ... weil du wertvoll bist und dir ansonsten nur selber Schaden zufügst. Du hast wirklich die Verantwortung dich zu schützen und mehr in dein Selbstbewusstsein zu gehen. Ich kann dir nur raten: Mach etwas für dein Selbstbewusstsein ... mach Sachen, die dir gut tun und entdecke dich selber wieder mehr!!! Versuche dir selber zu geben, was du von anderen (ihm) einforderst!

Ich finde, es ist NICHT ok was er mit dir macht! Er spürt sich offenbar selber nicht und wenn er nicht bereit ist, an sich selber zu arbeiten, dann wird er dich nur verletzen. Ist es das was du willst? Mit so einer Person (meine Ex war auch so), die sich selber nicht spürt und einmal so und einmal so sagt ... kann man nicht vernünftig zusammen sein!

Ich würde ihm hier eine Frist setzen. Wenn er sich z.B. in diesem Jahr 2018 nicht für dich entscheidet, dann wird das sowieso nichts mehr. Sag ihm, du willst Silvester mit ihm verbringen! Ansonsten musst DU die Sache abschließen. Wenn er nicht in seiner Klarheit ist und nicht kann ... dann bist du völlig hilflos und er wird dich mit hinunterziehen. ER hat selber massivste Probleme und bräuchte professionelle Unterstützung ... aber das kannst du niemandem aufzwingen!!! Setz ihm eine Frist ... und wenn du es ihm wert bist, dann holt er sich schon Hilfe. Wenn es zu weh tut, dann setze deine Hoffnung darauf ... aber bereite dich zumindest darauf vor, dass es nichts werden könnte. In meinem Fall hat sie mich dreimal verlassen und ich bin sehr dankbar, dass es jetzt nach 1,5 Monaten vorbei sein darf.

Gaaaanz wichtig für dich ... und das kann ich selber sehr gut sagen, weil ich mich erst seit Tagen selber wieder besser spüren kann: Auch wenn es sich aktuell so anfühlt ... so ist DEIN Lebensglück nicht von IHM abhängig. Das ist wirklich eine Illusion! Es gibt einige Menschen auf diesem Planeten, mit denen wir eine sehr schöne Partnerschaft führen können. Sieh zu, dass du DEINE Hausübung machst ... ihn dann so schnell wie möglich loslässt ... um dann wieder offen für deine wahre Herzens-Partnerschaft zu sein. Leider ist es so: Wir müssen zu unserem eigenen Glück (in uns) finden und dann können wir in einer Beziehung erst wirklich etwas geben. Solange wir aber glauben, jemand bestimmten zu brauchen, der uns dann glücklich macht ... unterliegen wir einem Irrtum. Nur DUUU kannst dich selber glücklich machen, indem du dich mit deiner eigenen Quelle verbindest. Ansonsten bist du nur ein Bittsteller ... und begibst dich in große Abhängigkeit, die niemals glücklich macht.

Wünsche dir und allen anderen alles Gute für die Liebe ... ich "arbeite" auch wieder daran. Aber man kann es nicht erzwingen. Es ist ein Geschenk ... und dann auch harte Arbeit, wie man hier immer wieder lesen kann =)
danny
Ich bin 12 Jahre mit meiner Partnerin zusammen und habe selber oft das Gefühl, dass ich nach all denJahren zwischen Phase 2 und 3 steckengeblieben bin. Ich fühle mich immer noch so, als wären wir grade 2 Jahre zusammen. Für sie hingegen ist es, als wären wir schon 25 Jahre verheiratet.

Sie hat es aufgegeben mich zu verändern aber nicht aus Akzeptanz, sondern sie hat resigniert. selbst jetzt, 8 Jahre später, nachdem die Punkte, die sie ändern wollte, von mir aus geändert wurden und nun dem entsprechen, was sie wollte, hat das keine Verbesserung gebracht.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass wir nach Ende der Verliebheitszeit 3 wundervolle Jahre hatten, in denen wir eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt haben und diese zusammen ausgelebt haben und unseren Alltag danach gerichtet haben. Etwas in Richtung Tierauffangstation betreiben, gemeinsame Oldtimerrestauration, zusammen einen Blumenladen betreiben. Diese Art von gemeinsamer Leidenschaft.
Irgendwann nach 3 jahren wollte sie das aber nicht mehr und etwas anderes machen, ich wollte aber weiter machen und da entwickelte sich die Diskrepanz die sie ändern wollte. Es ist schwer mit jemandem zusammen zu sein, der ausstrahlt: "Eigentlich will ich nicht mehr, weil du zu lange nicht meinem weg gefolgt bist aber jetzt sind wir so lange zusammen und ich find eh nichts besseres, auf dass ich nun das Beste draus mache". Zumal sie auch zu den Leuten gehört, die immer glauben ihre Kritikpunkte seien berechtigt, während die der anderen nicht berechtigt sind oder auf Punkten basieren, die für sie nicht änderbar sind. das ist schade, denn das ging erst los, als sie diese Leidenschaft verlor und in eine andere Richtung ging.
Sebastian
Was ich mich immer frage und da würde ich gern Input von anderen haben ist: wie lange dauern diese Phasen ist im Schnitt? Kann es sein, dass die Verliebtheit nach 6 Monaten vorbei ist, man aber 3 Jahre lang in Phase 2 steckt und 4 in Phase 3 verbringt? ist das der Durchschnitt? Was ist der Durchschnitt? Wie lange dauerten die Phasen bei euch? Bei anderen Paaren habe ich oft den Eindruck das Phase 1-3 in einem bis maximal 2 Jahren durchlaufen sind. Ich habe das Gefühl, dass ich mit meiner Frau, 15 Jahre zusammen, 3 Jahre Ehe, immer wieder von Phase 5 auf 4 und gar 3 zurückrutsche und wieder hoch wandere.
Mechthild Mauelshagen
Bin 62 und er ist fast 10 Jahre jünger. Sind seit fast 12 Wochen zusammen. Mal benehme ich mich wie mit 17, mal nervt er mich total. Er klammert, ist seit dem 1. Tag schon ständig bei mir, wohnt quasi schon hier. Vor mir hatte er lange Jahre eine Beziehung zu einer Bekannten. Warum diese scheiterte
weiss ich nicht, nur soviel, dass sie jetzt, nachdem sie von uns weiss, grosse Alkoholprobleme hat. Es geht zu schnell und überfährt mich. Habe Angst, ihm das zu sagen, auch habe ich Angst, mich vor der Familie und Freunden wieder mal zu blamieren. Bin mir mit ihm nicht sicher, er hatte schon oft mit psychischen Problemen zu tun; was nun, wenn ich ihm sage, wie unsicher ich bin? So, wie er klammert, könnte er bösartig ausflippen? Welche Phase des Verliebt- oder Nicht-Verliebtseins ist das?
Robert
Warum fehlt es an Akzeptanz bei manchen Leuten?
PS: Hammer Seite :)
Katja
Hallo Mechthild, ich hatte vor einiger Zeit eine Beziehung von einem Jahr. Ich habe viel hingenommen - oft nicht wirklich und in Ruhe gesagt, welche Gefühle ich habe. Meist habe ich über meine Gefühle nur verklausuliert gesprochen...und wahrscheinlich verstand er oft nur "Bahnhof". Er ist sehr attraktiv, ich fühlte mich wohl unterlegen. Ich hatte die Beziehung beendet, ich war förmlich am Ende.
Jetzt habe ich vor 3 Wochen einen sehr sympathischen Mann kennengelernt. Er schätzt mich sehr, ist sofort für mich da, wenn ich ihn um etwas bitte. Er ruft immer wieder an und wenn wir zusammen sind, spricht er davon, wie er sich unsere Zukunft vorstellt. Mir geht das auch viel zu schnell, es macht mir Angst. Aber bei mir hat ein entscheidendes Umdenken eingesetzt: ich sage sofort und direkt, wie meine Gefühle für ihn aussehen. Ich sage mir, dass es von seiter Seite sehr schnell geht und dass ich ihn lieber in Ruhe kennenlernen möchte, wir einfach erst mal die Zweisamkeit genießen, ohne in die Zukunft zu schauen. Er weiß genau, woran er ist mit mir. Er sagte mir gestern, dass er meine ehrliche Art absolut schätzt. Natürlich habe ich Angst, dass ich ihn verliere, weil ich sein Tempo nicht mitgehe. Aber meine "Treue zu mir selbst" ist stärker und ich spüre, dass das der richtige Weg ist. Ich wünsche dir Selbstbewusstheit und den Mut, sie zu tragen. Alles Liebe.
Jini
Wir sind jetzt 16 Jahre ein Paar, nicht verheiratet haben uns mit 17 kennengelernt.
Viel schönes aber auch scheiß erlebt - so ist das nun Mal. Ein Kind haben wir auch bekommen - da kommen auch noch Phasen.
Die Meisten wollen immer nur Kussi und Kuscheln, das ist aber nicht Alles.
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