Von: Dennis L.
Entwaldung

240.000 Quadratkilometer Regenwald im Amazonas abgeholzt

Auch wenn eine aktuelle Studie belegt, dass der Regenwald im Amazonas durch legale und illegale Abholzung in den letzten zehn Jahren um über 240.000 Quadratkilometer verkleinert wurde, so zeigt der Kampf gegen die Abholzung des Regenwaldes doch Wirkung.

Im Amazonas wird immer mehr Regenwald abgeholzt.
© Martin Wegmann / wikipedia.org

Brasília (Brasilien). Wie das Amazonas-Informationsnetzwerk in einer aktuell veröffentlichten Studie belegt, wurde zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2010 eine Regenwaldfläche von über 240.000 Quadratkilometern im Amazonas abgeholzt. Dabei handelt es sich um eine Fläche, welche größer als Großbritannien ist. Das Amazonas-Informationsnetzwerk macht die illegale Abholzung, sowie legale Bau- und Erschließungsprojekte für die Abholzung verantwortlich. So wird beispielsweise bei der legalen Abholzung Land für den Bau von Autobahnen und Staudämmen gewonnen. Neue Weide- und Anbauflächen, sowie der Bergbau und Anlagen für die Erdöl- und Erdgasförderung sind weitere Beispiele, wo der tropische Regenwald den wirtschaftlichen Interessen weichen muss.

Auch wenn sich die abgeholzte Fläche im Amazonasgebiet auf einem Rekordhoch befindet, so zeigt der Kampf gegen die Abholzung des so wichtigen Regenwaldes Wirkung. Die brasilianische Regierung hatte vor einigen Tagen Zahlen veröffentlicht, aus denen hervor geht, dass die aktuelle jährliche Abholzung auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen im Jahr 1988 gesunken ist. Dies bestätigt auch das Amazonas-Informationsnetzwerk, welches aus elf Umweltschutzorganisationen in acht südamerikanischen Staaten und Französisch-Guayana besteht.

Brasilien mit rund 80 Prozent für den Großteil der Abholzungen im Amazonas verantwortlich. Auf Peru fielen lediglich sechs Prozent und auf Kolumbien knapp fünf Prozent. Die restlichen neun Prozent verteilen sich auf die übrigen Staaten, welche einen Teil den Amazonas-Regenwaldes besitzen.

Die brasilianische Weltraumbehörde INPE überwacht die Abholzung im Amazonasgebiet mit Satelliten. Demnach ist die Abholzung gegenüber dem Jahr 1990 um rund 76 Prozent zurück gegangen. Damit ist das gesetzte Ziel, eine Reduzierung der Abholzung um 80 Prozent bis zum Jahr 2020 in greifbare Nähe gerückt.

Trotz der guten Zahlen, wurde bereits ein Fünftel des brasilianischen Regenwaldes zerstört. Eine Großteil dieser Flächen ist heute bereits bebaut und wird wohl nie wieder ein Stück tropische Natur. Die Regenwälder unserer Erde gelten als wichtige Kohlenstoffspeicher. Welche Auswirkungen eine weitere Reduzierung der Regenwälder für das globale Klima hat, braucht an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden.

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