Von: Dennis L.
Vier neue Elemente endeckt

Neue Elemente im Periodensystem: 113, 115, 117 und 118

Ende 2015 hat die International Union of Pure and Applied Chemistry gleich vier neue Elemente in das Periodensystem aufgenommen. Die bisher namenlosen Elemente haben die Ordnungszahlen 113, 115, 117 und 118 und vervollständigen die 7. Periode.

Die japanischen Forscher bei einer Pressekonferenz zu Element 113.
© Imago / Kyodo News

Zürich (Schweiz). Nachdem es bei der Entdeckung neuer Elemente lange ruhig war, hat die International Union of Pure and Applied Chemistry (kurz: IUPAC, auf Deutsch: Internationale Union für reine und angewandte Chemie) überraschend am 30. Dezember 2015 gleich vier neue Elemente in das Periodensystem aufgenommen. Noch sind die Elemente mit den Ordnungszahlen 113, 115, 117 und 118 namenslos, sollen aber in den kommenden Monaten einen individuellen Namen bekommen.

Entdeckung in den USA und Russland – und Japan

Die neuen Elemente wurden von einer Forschergruppe amerikanischer und russischer Wissenschaftler vom kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory und vom Joint Institute of Nuclear Research in Dubna bei Moskau entdeckt. Obwohl die russischen Wissenschaftler Element 113 in einem Teilchenbeschleuniger im Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna entdeckt haben wollen, so sprach die IUPAC die Entdeckung einem japanischen Forscherteam vom Forschungsinstitut RIKEN zu.

Ununtrium, Unupentium, Unuseptium und Unuoctium

Die Freude über die Bestätigung der Entdeckung bei den Japanern ist groß. Element 113 ist damit das erste offiziell Entdeckte Element, das von asiatischen Forschern benannt werden darf. Bis zur offiziellen Taufe hört das radioaktive Mitglied der Borgruppe auf die vorläufige Bezeichnung Ununtrium, also den offiziellen griechisch-lateinischen Rufnamen seiner Ordnungszahl. Auch die anderen Neuentdeckungen werden zunächst mit dem griechischen Ausdruck ihrer Ordnungszahlen, also Unupentium, Unuseptium und Unuoctium bezeichnet. Neue Elemente werden klassischerweise nach einer Mythologie, einem Mineral, einem Ort oder Land, einem Anwesen oder einem Wissenschaftler benannt. Es bleibt also spannend, wie die neuen Elemente in Zukunft heißen werden.

Die vier neuen Elemente mit den bisher höchsten Ordnungszahlen sind in ihrer Eigenschaft superschwer und sehr instabil, und zeichnen sich somit durch extrem schnellen Zerfall in andere Elemente aus. Für ihre Erforschung werden leichtere Atomkerne in Teilchenbeschleunigern aufeinander geschossen, wodurch für einen extrem kurzen Moment neue Elemente entstehen.

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