Von: Andreas S.
Neue Art

Unbekannte Dinosaurier verstaubte im Museumsarchiv

Der spektakuläre Dinosaurierfund liegt schon mehr als 50 Jahre zurück. Erste heute haben Forscher festgestellt, dass es sich beim den Dinosaurierknochen, welche Jahrzehnte im Museumsarchiv eingelagert waren, um eine bisher unbekannte Art handelt.

Beispielhafter Dinosaurier im Museum.
© Michczu / wikipedia.org

Ottawa (Kanada). Im Jahr 1958 haben Paläontologen in der Nähe der Ortschaft Foremost im kanadischen Bundesstaat Alberta verschiedene Teile eines Hornsauriers entdeckt. Nach der Entdeckung landeten das Fossil im Museumsdepot, wo es mehr als ein halbes Jahrhundert unbeachtet lag.

Erst jetzt stellten die Forscher fest, dass es sich bei dem Dinosaurier um eine noch unbekannte Art handelt. Michael Ryan vom Naturhistorischen Museum in Cleveland und zwei kanadische Kollegen präsentieren den Dinosaurier jetzt im Canadian Journal of Earth Sciences.

Neben zwei großen Hörnern über den Augen besaß der Dinosaurier ein Horn auf der Nase. Die Wissenschaftler, welche das sechs Meter lange und zwei Tonnen schwere Fossil untersuchten, nannten seine Art Xenoceratops foremostensis. "Xenoceratops" bedeutet übersetzt passenderweise "Fremdes Horngesicht". Recherchen ergaben, dass bisher nur drei Schädelfragmente des Xenoceratops foremostensis bekannt sind.

Diese Dinosaurier-Art gehörte zu den Vogelbeckendinosauriern. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Sauriergruppe ist der Triceratops (Dreihorngesicht), der bereits vor mehr als 120 Jahren wissenschaftlich genauestens beschrieben wurde. Leider fehlt von diesem außergewöhnlichem Dinosaurier bis heute ein komplettes Skelett, auch wenn schon zahlreiche versteinerte Knochen gefunden wurden.

Ryan und seine Kollegen schreiben, dass sich die schweren Horndinosaurier vor rund 80 Millionen Jahren explosionsartig entwickelt haben. Der Fund des Xenoceratops foremostensis zeige, dass sich selbst die ältesten Vertreter dr Dinosauriergruppe bereits massive Hörner hatten. Mit der Zeit habe sich lediglich die Gestaltung der Schädelknochen verändert.

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